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Zukunftskonferenz zum Integrierten Klimaschutz- und Energiekonzept in Ludwigsburg

(2010) Ludwigsburg in Baden-Württemberg

Themenbereich Energie- und Klimaschutz
Format Zukunftskonferenz
Dauer Tag/e
Gruppengröße Großgruppe

Ideenentwicklung; Bewertung und Formulierung von Empfehlungen f¸r den Maßnahmenkatalog

Zukunftskonferenz zum Integrierten Klimaschutz- und Energiekonzept in Ludwigsburg

Ina Richter*

Hintergrund

Seit Anfang 2004 arbeitete die Stadt Ludwigsburg an einem Stadtentwicklungskonzept. Zu den dazu vertiefend herausgearbeiteten Themenfeldern zählte u.a. das Thema Energie. Mit Blick auf die große Bedeutung des Themas wurde beschlossen, mittels Projektförderung durch den Bund ein Gesamtenergiekonzept für die Stadt zu entwickeln (Integriertes Klimaschutz- und Energiekonzept). Unter Betreuung durch das Referat für Nachhaltige Stadtentwicklung der Stadt nahm das Projektteam zunächst eine Bestandsaufnahme vor, erstellte eine Energie- und CO2-Bilanz, führte eine Potentialanalyse durch und erstellte Szenarioanalysen. Teil der Konzepterstellung waren auch Beteiligungsprozesse. Sie sollen langfristig Akzeptanz und Unterstützung der Ludwigsburger Bürgerschaft für die gewonnenen Maßnahmen schaffen. Neben der intensiven Beteiligung von Experten im Themenfeld Energie und Klima über Begleitprozesse und einen Runden Tisch fand außerdem eine zweitägige Zukunftskonferenz statt, die explizit für Bürger und die interessierte Öffentlichkeit eröffnet wurde.

Verfahren

Im Zuge der Expertenbeteiligung hatten sich die - vom Institut für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung – ausgearbeiteten Themenfelder (Wärme, Strom, Mobilität, Erneuerbare Energien und Übergreifendes) und Maßnahmen bereits weiter konkretisiert. Die Zukunftskonferenz, die Anfang Juli 2010 stattfand, diente der Bewertung dieser Maßnahmen und Entwicklung von Empfehlungen für die weitere Überarbeitung des Konzeptes.

65 Teilnehmer, darunter interessierte Bürger, Handels- und Wirtschaftsvertreter, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Lehrer und Schüler, nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil. Bereits bei der Anmeldung für die Zukunftskonferenz konnten sich die Teilnehmer für ein spezifisches Thema entscheiden. Sie erhielten dann vorab zur Veranstaltung weiterführende Informationen zum aktuellen Stand der Planungen.

Auch die Zukunftskonferenz wurde von einer Informationsphase eingeleitet: Zunächst als kurze Eingabe von Informationen und im zweiten Schritt als Posterrundgang, bei dem die einzelnen Themen dargestellt wurden und Experten für Fragen bereit standen. Im Anschluss wurde in wechselnden Themengruppen aus 10-15 Teilnehmern diskutiert. Unter der Fragestellung: „Was finde ich gut, was benötigen wir, wie kann ich mich einbringen?“ wurden die einzelnen Themenschwerpunkte erörtert. Nach der Bewertung der Maßnahmen wurden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen vorgestellt und noch offene Fragen geklärt.

Ergebnis

Die Kommentare und Bewertungen der Maßnahmen flossen in die Weiterentwicklung des Klima- und Energiekonzeptes ein, das im Herbst 2010 dem Gemeinderat vorgestellt wurde. Dabei wurden Maßnahmen in den Themenbereichen Finanzierungsmodelle, Energiesparen für einkommensschwache Haushalte und Ludwigsburger Standard durch die Teilnehmer der Zukunftskonferenz sowie des Runden Tisches verändert. Gerade der Fokus auf einkommensschwache Haushalte wurde im Rahmen der Zukunftskonferenz bestärkt. Ablehnung fanden Maßnahmen zum Thema Methanol aus Klärschlamm und Übernahme des Stromnetzes seitens der Stadt. Diese wurden teilweise als nicht prioritär und weiter zu erörtern bewertet.

Literaturhinweis

Endbericht zum Klima- und Energiekonzept Ludwigsburg, online verfügbar unter: https://www.ludwigsburg.de (Zuletzt eingesehen am 10.6.2015).

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