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Bürgerwerkstatt zur Fotovoltaik in Konstanz

(2012) Konstanz in Baden-Württemberg

Themenbereich Solarenergie
Format Bürgerwerkstatt
Dauer Monat/e
Gruppengröße Großgruppe

Identifizierung potentieller Flächen für Photovoltaikanlagen; Entwicklung von Konzepten für konkrete Photovoltaik-Projekte

Bürgerwerkstatt zur Fotovoltaik in Konstanz

Ina Richter*

Hintergrund

Mit der Initiative „ZukunftsWerkStadt“ förderte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2012-2013 16 Kommunen für die (Weiter-)Entwicklung nachhaltiger Konzepte. Die Stadt Konstanz erhielt auf ihren Antrag einen Förderzuschlag von 245.000€, mit dem sie unter Federführung des Amtes für Stadtplanung und Umwelt und Zusammenarbeit mit lokalen Forschungseinrichtungen fünf Teilprojekte verwirklichte. Im Teilprojekt Solarstadt Konstanz sollten Bürger und Wissenschaftler gemeinsam Ideen für den Solarausbau der Stadt entwickeln. Zu dem Zweck wurde ein Ideenwettbewerb ausgerufen, durch den Bürger an der Ideenfindung und Konzeptionierung beteiligt, für das Thema Energiewende und vor allem Solarenergie sensibilisiert wie auch lokale Ortskenntnisse eingebunden werden sollten. Als Auftakt des Ideenwettbewerbs wurde eine Bürgerwerkstatt für alle interessierten Bürger durchgeführt. Das Teilprojekt wurde von einer Konstanzer Hochschule, den Stadtwerken Konstanz, dem Baudezernat und einem Forschungsinstitut für Solarenergie organisiert. Für die Gestaltung und Durchführung des Beteiligungsverfahrens zum Ideenwettbewerb wurde ein Unternehmen beauftragt.

Verfahren

An der Bürgerwerkstatt nahmen um die 70 Personen teil. An zwei Tagen im November 2012 konnten Bürger gemeinsam mit Wissenschaftlern und Studenten, Vertretern von Politik, Stadt, Wirtschaft und Wohnungsbaugesellschaften an Projektideen für die Förderung der Solarenergie in ihrer Stadt tüfteln.

Innerhalb der beiden Tage ging es zunächst darum, geeignete Flächen für Fotovoltaikanlagen auf Stadtgebiet zu identifizieren. Vorträge zu technischen Aspekten und Möglichkeiten zur Einbindung der Anlagen in bestehende Baustrukturen dominierten den ersten Tag. Am zweiten Tag wurden in Kleingruppen mögliche Standorte und erste Lösungsansätze diskutiert. Mittels einer Kartierungs-Methode entwickelten die Beteiligten zusammen einhundert Ideen. Mit der Aufgabe, ein Konzept für einen potentiellen Investor zu entwickeln, ging es im Anschluss an die Bürgerwerkstatt für über 20 Ideen in den Wettbewerb. Kleingruppen bestehend aus fünf Personen (Bürger, Wissenschaftler) sollten darin den Standort, gestalterische, wirtschaftliche, bauliche und rechtliche Aspekte erläutern. Unterstützt wurden sie in den Wochen der Erarbeitung von Studierenden.

Ergebnis

Eine Jury bestehend aus Konstanzer Bürgern, Vertretern der Hochschule Konstanz, der Photovoltaikbranche, der Stadtverwaltung wie der Stadtwerke Konstanz wählte im Januar 2013 Konzepte für die weitere Umsetzung aus. Unklar blieb an dieser Stelle jedoch, wie es mit der tatsächlichen Umsetzung weitergehen sollte.

Um die Projektideen letztlich weiterzuentwickeln und auch in die Realisierung zu bringen, gründete sich im April 2013 der Arbeitskreis “Solarstadt Konstanz“. Unterstützt durch und unter Federführung der Wissenschaftler der Hochschule treffen hier regelmäßig engagierte und ehrenamtlich tätige Bürger und Vertreter von Unternehmen aufeinander, die sich der Herausforderung – der Planung und tatsächlichen Umsetzung über einen längeren Zeitraum – annehmen.

Literaturhinweis

Zukunftswerkstatt Konstanz. Konstanzer schaffen Klima. Sonderbeilage des Südkurier Medienhauses vom 18.10.2012. Online verfügbar unter: http://www.fona.de (Zuletzt eingesehen am 02.07.2015).

Weitere Informationen zum Arbeitskreis sind online verfügbar unter: http://www.energiewende.htwg-konstanz.de (Zuletzt eingesehen am 29.07.2015).

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